Haushaltshilfe in der Schwangerschaft und nach der Geburt

Sind Sie schwanger, haben sie gesundheitliche Probleme und schaffen Sie ihren Haushalt nicht mehr?  Oder benötigen Sie nach einer (schweren) Geburt häusliche Hilfe?
Welche Vorraussetzungen sie erfüllen müssen und was es auf dem Weg zur ihrer persönlichen Haushaltshilfe zu beachten gilt, erfahren sie im folgenden Artikel.

Treten Komplikationen in der Schwangerschaft auf oder besteht gar von Beginn an eine Risikoschwangerschaft, die Ihnen nicht ermöglicht den Haushalt zu führen oder ihr Kind zu versorgen, haben Sie einen Rechtsanspruch auf Haushaltshilfe. Allerdings ist der Anspruch an folgende Vorbedingungen geknüpft:

  • eine ärztliche Indikation ist notwendig
  • kein Familienmitglied kann die Arbeiten übernehmen, zumindest nicht in vollem Umfang

Wenn während der Schwangerschaft eine „Ruhigstellung“ wichtig ist, um beispielsweise eine Frühgeburt oder einen Krankenhausaufenthalt zu vermeiden, unterstützen die Krankenkassen eine Haushaltshilfe.

Eine konkrete Auskunft über ihren Leistungsanspruch gibt Ihnen die zuständige Krankenkasse.
 

Haushaltshilfe für Schwangere – richtig beantragt?

Die wichtigsten Voraussetzungen für die Übernahme der Kosten einer Haushaltshilfe durch die Krankenkasse sind:

  • Schwangerschaft: dokumentiert durch den Mutterpass.
  • Ein ärztliches Attest über die Notwendigkeit der Inanspruchnahme einer Haushaltshilfe.
  • Antragsstellung bei der jeweiligen Krankenkasse.

Hat Ihnen ihr Arzt zu einer Haushaltshilfe geraten und dies attestiert, können Sie direkt bei ihrer Krankenkasse das Antragsformular anfordern. Dies geht am einfachsten telefonisch. Hier erhalten Sie auch weitere Informationen zu der Kostenübernahme durch ihre Krankenkasse.
 

Wer unterstützt mich zu Hause?

Unser Team besteht aus ausgebildeten und erfahrenen Pflegekräften sowie hauswirtschaftlich geschultem Personal, die Sie während der Schwangerschaft zu Hause unterstützen.
 

Wie unterstützt mich die Haushaltshilfe in der Schwangerschaft?

Die Haushaltshilfe übernimmt in erster Linie alle Tätigkeiten rund um Haushalt und Familie, die zu einer Entlastung der Schwangeren führen. Neben waschen, bügeln, putzen, kochen kann dies auch die Betreuung der Kinder oder auch die pflegerische Betreuung der Schwangeren selbst sein.

Welche Unterstützung Sie konkret benötigen, hängt entscheidend von ihrer individuellen Situation ab.

Art und Umfang besprechen wir gemeinsam bei einem unverbindlichen und kostenlosen Beratungsgespräch.
Vereinbaren Sie doch einfach gleich jetzt einen Termin - 0821 5891892 .
 

Wie wird der Leistungsumfang festgelegt?

Der Umfang – also die Anzahl der Stunden – wird individuell festgelegt und orientiert sich an:

  • der ärztlichen Empfehlung
  • Kindergartenzeiten und Schulzeiten bereits vorhandener Kinder
  • mögliche Unterstützung des Ehe-/Lebenspartners im Haushalt
     

Habe ich einen Anspruch auf eine Haushaltshilfe nach der Geburt?

Eine Haushaltshilfe kann Sie auch nach der Geburt zu Hause unterstützen, wenn sich nach der Entbindung der Heilungsprozess verzögert bzw. sie so geschwächt sind das sie allein nicht den Haushalt weiterführen können. Dies muss ebenfalls durch einen Arzt oder eine Hebamme attestiert werden.
 

Was kostet mich eine Haushaltshilfe während der Schwangerschaft?

Die Kosten für eine Haushaltshilfe trägt in der Regel die Krankenkasse.

Dazu sind die gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet. Private Krankenversicherungen zahlen diese Leistung nicht immer. Hierzu sollten Sie sich direkt mit Ihrer privaten Krankenversicherung in Verbindung setzen.

Die Haushaltshilfe kann noch bis zu maximal einer Woche nach der Entbindung in Anspruch genommen werden. Danach wird eine Haushaltshilfe nur in Ausnahmefällen bewilligt.
 

Wann hat man außer der Schwangerschaft noch Anspruch auf eine Haushaltshilfe?

  • während einer Krankenhausbehandlung
  • bei Rehabilitationsmaßnahmen - ambulanter oder stationärer
  • bei akut schwerwiegenden Erkrankungen zu Hause
  • während einer Vorsorge- oder Müttergenesungskur

Befindet sich beispielsweise die haushaltsführende Person im Krankenhaus oder in einer Reha-Maßnahme und kein anderes Familienmitglied kann die Arbeiten übernehmen, so besteht ein Anspruch auf Haushaltshilfe. Hier sind jedoch alle Familienmitglieder zu berücksichtigen, die Haushaltsarbeiten erledigen können. Das heißt ist das im gemeinsamen Haushalt lebende Kind älter als 12 Jahre, besteht kein Anspruch auf Haushaltshilfe.

Die Altersgrenze bei Kindern wird von den einzelnen Krankenkassen unterschiedlich festgelegt und kann bis zu 14 Jahren gehen. Auch hier gilt die goldene Regel: Informieren Sie sich zunächst bei ihrer Krankenkasse über die Kostenbeteiligung.

 

Zahlt die Krankenkasse eine Haushaltshilfe?

Ja, sofern die Bedingungen, wie komplizierte Schwangerschaft (starkes Erbrechen, vorzeitige Wehen, Frühgeburtsbestrebung o.ä.), haushaltsführende Person ist bei einer Reha-Maßnahme, im Krankenhaus oder schwer erkrankt, erfüllt sind. Es bedarf eines Attests vom Arzt oder der Hebamme. Jeder Fall kann nur individuell beurteilt werden.
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Was zahlt die Krankenkasse für eine Haushaltshilfe?

Im Regelfall übernimmt die Krankenkasse die kompletten Kosten für eine Haushaltshilfe in der Schwangerschaft oder nach der Geburt. Bis zu 6 Tagen nach der Entbindung greift die Regelung nach § 199 RVO. Bei längerer Hilfebedürftigkeit, liegt es im Ermessen der einzelnen Kassen, ob die Haushaltshilfe nach  § 199 RVO oder § 38.2 SGB V bewilligt wird. Bei Einstufung nach § 38.2 SGB V fallen Kosten für die Zuzahlung von 5,00 € bis 10,00 € pro Tag je nach geleisteter Stundenanzahl an.